Risikofaktoren und Ausblick

Obwohl die wirtschaftliche Stabilität in Bangladesch gewahrt bleiben dürfte, sind die politischen Risiken nach wie vor hoch. Der Grund hierfür ist in der seit vielen Jahren andauernden politischen Instabilität und der Gewalt zu sehen, die im vergangenen Jahr einen Höhepunkt erreicht hat. Nachdem die Opposition im Januar 2014 die Parlamentswahlen boykottierte, ist weiterhin kein Ende der instabilen politischen Verhältnisse in Sicht. Das Risiko für ein Wiederaufflammen der sozialen Unruhen mit negativen Folgen für die Geschäftsentwicklung ist hoch. Angesichts der tief gespaltenen Gesellschaft könnte ein Eingriff des Militärs notwendig werden. Die Verbreitung von radikal-islamischem Terror in Verbindung mit ethnischen Konflikten ist ein weiteres Risiko, das zu beachten ist.

Die Textilindustrie ist der führende Wirtschaftszweig des Landes. Sie wurde im vergangenen Jahr durch tragische  Unfälle (Einsturz von Fabrikgebäuden) schwer getroffen. Die Regierung bemüht sich in Zusammenarbeit mit weltweit führenden Textilkonzernen, die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter zu verbessern. Auch wenn hierdurch der Vorteil  der im internationalen Vergleich niedrigen Produktionskosten nicht verlorengehen dürfte, stellt der bevorstehende  Wandel in diesem Schlüsselsektor, der einem starken regionalen Wettbewerb ausgesetzt ist, ein Risiko dar. Auch der globale Klimawandel belastet Bangladeschs Wirtschaft in einem hohen Ausmaß – die natürlichen Katastrophen häufen sich. Obwohl spürbare Fortschritte hinsichtlich der sozialen Indikatoren verzeichnet werden und die Wirtschaft seit   einem Jahrzehnt robust wächst, ist Armut nach wie vor weit verbreitet. Die Staatsfinanzen stehen auf schwachen Füßen. Insbesondere die geringen Steuereinnahmen erschweren die Armutsbekämpfung und Investitionen in die Infrastruktur.

Letztere werden dringend benötigt, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Trotz vieler Schwachstellen hat Bangladesch aufgrund einer stark wachsenden Mittelschicht das Potential für einen nachhaltigen Aufschwung. Doch dieser setzt ein besseres Geschäftsumfeld und stabilere politische Verhältnisse voraus. Beides ist zurzeit schwer umzusetzen.

Die Bewertung des kurzfristigen Risikos ist relativ günstig, weil Devisenreserven auf Rekordhöhe für eine gute internationale Zahlungsfähigkeit sorgen. Das Devisenpolster wurde durch die robusten Textilexporte und die bedeutenden Überweisungen der in den Golfstaaten arbeitenden Emigranten aufgebaut. Doch die kurzfristige Risikoeinschätzung wird durch die politischen Risiken getrübt.

Fakten & Kennzahlen

Pro

  • Wirtschaft ist widerstandsfähig gegen externe Schocks
  • Erhebliche Überweisungen von im Ausland arbeitenden Bangladeschern
  • Wettbewerbsfähige Niedriglohnindustrie
  • Fortschritte hinsichtlich der sozialen Indikatoren

Kontra

  • Immer wiederkehrende politische Instabilität und Ausbrüche von Gewalt
  • Zu starke Abhängigkeit vom Textilsektor
  • Häufiges Auftreten von Naturkatastrophen
  • Geringe Steuereinnahmen erschweren Ausbau der Infrastruktur

Hauptexportgüter

  • Textilien (49,7% der Leistungsbilanzerlöse), Gastarbeiterüberweisungen (34,6%), Fisch (2,1%), ICT-Dienstleistungen (1,2%)

Einkommensklasse

  • Niedriges Einkommen

Pro-Kopf-Einkommen

  • 840 USD

Bevölkerung

  • 157 Millionen

Wahlsystem

  • Präsidentenwahl: alle fünf Jahre (nächster Termin: 2018)
  • Parlamentswahl: alle fünf Jahre (nächster Termin: 2019)

Premierministerin

  • Sheikh Hasina Wajed

Staatspräsident

  • Abdul Hamid

Länderstudie

Nach Wahlboykott ist die politische Lage weiterhin instabil

Bangladesch durchläuft die schwerste politische Krise seit einem Jahrzehnt. Politische Unruhen und Gewalt finden kein Ende in dem Land, das schon lange in zwei politische Lager gespalten ist: Die zurzeit regierende säkulare Awami-Liga (AL) und die islamische Nationalistische Partei (BNP) wechseln sich seit der Unabhängigkeit Bangladeschs an der Macht ab.

Die derzeitige Amtszeit der AL verlief relativ ruhig, bis im vergangenen Jahr mehrere Probleme auftraten: der Einsturz von Fabrikgebäuden der Textilindustrie, eine Welle der Gewalt und eine Radikalisierung der BNP- Anhänger. Deren Wut richtete sich gegen umstrittene Gerichtsverfahren (mit Verhängung von Gefängnisstrafen oder Todesurteilen) gegen historische Führungspersönlichkeiten aus ihren Reihen (und aus denen der mit ihr verbündeten Partei Jamaat-e-Islami) vor dem Kriegsverbrechertribunal, das 1971 eingerichtet wurde, um Kriegsverbrechen in Verbindung mit dem Unabhängigkeitskrieg Bangladeschs gegen Pakistan gerichtlich zu klären. Nun besteht die Gefahr, dass sich die islamische Bevölkerung, die überwiegend einen gemäßigten Islam vertritt und demokratische Verhältnisse einer islamischen Staatsform vorzieht, radikalisieren könnte. Angesichts einer Regierung, die sich Korruption und Wahlbetrug vorwerfen lassen muss, könnte der Terrorismus im Land und die Popularität der islamischen Parteien zunehmen. Die armen Bevölkerungsschichten unterstützen eher die islamischen Parteien aufgrund der als positiv wahrgenommenen gesellschaftlichen Rolle. Dieser Trend konnte bereits bei den jüngsten Kommunalwahlen und in Umfragen beobachtet werden.

Die BNP reagierte mit heftigen Protesten auf die Ablehnung der AL, eine neutrale Übergangsregierung für die Durchführung der Parlamentswahlen im Januar 2013 zu bilden. Die innenpolitische Lage war monatelang von chaotischen Zuständen geprägt – gewalttätige Streiks und Protestbewegungen forderten 2013 eine Rekordzahl von Todesopfern und beeinträchtigten das Geschäftsklima. Der leicht errungene Wahlsieg der AL war angesichts des Wahlboykotts der BNP nicht überzeugend. Nun herrscht eine politische Blockade, die schwer aufzulösen ist. Trotz des steigenden Drucks im In- und Ausland hat sich die wiedergewählte Premierministerin Sheikh Hasina bislang erfolgreich gegen Neuwahlen gewehrt. Sie muss befürchten, diese zu verlieren, und rechnet im Fall eines Wahlsieges der BNP mit Vergeltungsmaßnahmen. Angesichts der zunehmenden innenpolitischen Polarisierung könnte das mächtige, aber bislang zurückhaltende Militär sich verpflichtet sehen, einzugreifen. Wie bereits im Jahr 2007 könnte das Militär darauf hinwirken, dass eine vom ihm unterstützte Übergangsregierung bis zur Durchführung von fairen Neuwahlen gebildet würde.

Seit Januar dieses Jahres hat sich die Lage beruhigt. Doch solange ein politischer Kompromiss, der zu fairen Neuwahlen bzw. einer Intervention des Militärs führt, noch aussteht, ist die Gefahr groß, dass die Konflikte wieder aufbrechen und das politische Risiko erneut zunimmt.

Textilwirtschaft setzt auf Wandel nach Gebäudesicherheitsskandalen

Bislang ist es der Wirtschaft relativ gut gelungen, die negativen politischen Einflüsse abzuwehren – insbesondere der Textil- und Bekleidungssektor hatte kaum unter Nachfrageschwankungen zu leiden. Dieser Sektor sorgt für Millionen von Arbeitsplätzen und hat eine führende Rolle in der Wertschöpfung Bangladeschs. Textilien und Bekleidung machen rund 80% der gesamten Güterexporte aus; 60% sind für den Markt der Europäischen Union bestimmt. Diese hat Bangladesch Präferenzzölle eingeräumt. Das Land, dessen Dienstleistungssektor 50% des BIP erwirtschaftet (mit steigender Tendenz), und dessen Bevölkerung immer noch zu einem großen Teil in der Landwirtschaft beschäftigt ist, ist daher im Export übermäßig von der Textilwirtschaft abhängig. Angesichts des harten Wettbewerbs mit anderen südostasiatischen Ländern (Kambodscha, Vietnam, Indonesien und potentiell auch Myanmar) ist die Regierung gefordert, sich Gedanken über eine Diversifizierung der Exporte zu machen. Das Risiko, dass eine wirtschaftlich und sozial so starke Branche zu einer Schwäche wird oder von negativen Schocks (wie den letzten Ereignissen) getroffen wird, ist untragbar hoch.

Das Image der Textilindustrie Bangladeschs wurde im vergangenen Jahr von den tragischen Einstürzen von Fabrikgebäuden getroffen, eine Folge mangelnder Sicherheitsmaßnahmen. Der Einsturz des Rana Plaza Buildings kostete 1.100 Arbeiter das Leben, was Proteste im Land sowie Kritik aus dem Westen auslöste. Die Regierung vereinbarte mit lokalen Fabrikbesitzern und ausländischen Modefirmen einen Aktionsplan mit dem Ziel, die Sicherheitsstandards in den 4.000 Textilfabriken Bangladeschs zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Mehr als ein Viertel aller Fabriken wurde bereits überprüft, und einzelne Produktionsstätten mussten schließen. Gewerkschaften wurden zugelassen und der monatliche Mindestlohn kräftig um 77% auf 5.300 Takas (68 USD) erhöht. Somit sind Fortschritte seit Beginn dieser Initiativen zu verbuchen. Ob die neuen Standards in Zukunft eingehalten werden bzw. der Wandel im Sektor vorangetrieben wird, ist allerdings fraglich, weil der Widerstand der Arbeitgeber zunimmt, und bei einem Rückgang der Kostenvorteile der Verlust von Arbeitsplätzen droht. Angesichts der zentralen Bedeutung der Textilindustrie für Bangladesch dürfte es aber auch im Interesse des Landes liegen, positive Ergebnisse zu erzielen. Die Arbeitskosten sind im regionalen Vergleich immer noch wettbewerbsfähig (nur in Myanmar sind die Lohnkosten niedriger) – vor allem aufgrund des allgemeinen Aufwärtstrends der Löhne in Asien. Daher dürfte die Attraktivität Bangladeschs als zweitwichtigster Textilstandort nach China nicht wirklich gefährdet sein, unter der Voraussetzung, dass die Sicherheitsbedingungen wirklich verbessert werden und sich keine neuen Unfälle ereignen, die die sozialen Spannungen wieder schüren und das Image der ausländischen Textilgruppen beschädigen würden.

Vorsichtig optimistische Wachstumsprognose

Trotz der Widrigkeiten verbuchte Bangladeschs Schlüsselindustrie gute Zahlen und demonstrierte eine beachtliche Widerstandsfähigkeit. Die Textilexporte legten in den vergangenen zehn Jahren um 6% im Jahresdurchschnitt zu, obwohl sie mit klimabedingten und anderen externen Schocks (wie z.B. der globalen Rezession im Jahr 2009) zu kämpfen hatten. Die jüngsten negativen Ereignisse haben sich jedoch auf das BIP- Wachstum im Fiskaljahr 2013/14 ausgewirkt: Dieses lag mit 5,5% seit 2003 erstmals unter der 6%-Marke. Mittelfristig wird das BIP-Wachstum voraussichtlich wieder nach oben tendieren (6,5% bis 7%). Die Entwicklung dürfte jedoch stark von einer Lösung der politischen Krise abhängen. Die politische Unsicherheit und ein Wiederaufflammen der sozialen Unruhen mit negativen Folgen für das Geschäftsumfeld sind die Hauptrisiken, die die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen könnten, denn sie würden sich auch ungünstig auf die Pläne der ausländischen Investoren, die öffentlichen Finanzen und den geschwächten Bankensektor auswirken.

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Die Inlandsnachfrage, die 75% des BIP ausmacht, wird durch die verlangsamte Kreditvergabe, geringere Überweisungen der im Ausland arbeitenden Bangladescher und stagnierende Investitionen gebremst. Die Leistungsbilanz weist einen Überschuss auf; allerdings wird erwartet, dass sie sich nächstes Jahr in die Defizitzone bewegt, weil die Importe von Investitionsgütern voraussichtlich anziehen werden. Die Transferzahlungen der im Ausland arbeitenden Bangladescher, die ein Drittel der Leistungsbilanzerlöse ausmachen, sind sehr stabil und bilden eine guten Schutz vor externen Schocks. Sie übersteigen das hohe Handelsbilanzdefizit und ermöglichen eine nahezu ausgeglichene Leistungsbilanz. Im vergangenen Jahr hat sich der Zufluss der Transferzahlungen allerdings abgeschwächt, eine Folge restriktiverer Bedingungen in den Golfstaaten bei der Einstellung von Arbeitern aus Bangladesch. Doch die Zahlungsbilanz dürfte nicht unter Druck geraten, weil die ausländischen Direktinvestitionen voraussichtlich weiter fließen und den Finanzierungsbedarf ausreichend decken werden.

Haushaltsprobleme belasten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) unterstützt Bangladesch finanziell mit einer um drei Jahre verlängerten Kreditfazilität. Hiermit wird signalisiert, dass die Regierung der Aufrechterhaltung makroökonomischer Stabilität verpflichtet ist und sich darum bemüht, die wirtschaftlichen Fundamentaldaten zu verbessern. Dennoch bieten die Staatsfinanzen Anlass zur Sorge: Das Haushaltsdefizit beträgt chronisch mehr als 3% des BIP. Die Steuereinnahmen der Regierung sind mit 12,4% des BIP (siehe Grafik) strukturell zu niedrig, und nahmen im Rahmen des jüngsten Konjunkturabschwungs weiter ab. Höhere Steuereinnahmen sind dringend notwendig, um die hohen Zinszahlungsverpflichtungen (die etwa 18% der Haushaltseinnahmen entsprechen) zu erfüllen, aber auch, um höhere Sozialausgaben und die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur zu finanzieren. Doch es gibt auch einige Pluspunkte zu nennen: Die Fiskalpolitik ist umsichtig, Reformen sind auf den Weg gebracht worden oder sind geplant. Die Staatsverschuldung ist moderat und wird vorwiegend im Inland refinanziert; sie nimmt tendenziell im Verhältnis zum BIP ab und dürfte bald unter der 40%-Marke liegen.

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Die Geldpolitik ist stabilitätsorientiert; die Inflationsrate liegt unter 7%, und der Wechselkurs des Taka weist seit zwölf Monaten eine stabile Entwicklung gegenüber dem US-Dollar auf. Die Risiken externer Zahlungsunfähigkeit sind gering angesichts niedriger Auslandsschulden in Höhe von 20% des BIP, gegenüber multilateralen Gläubigern zu günstigen Konditionen. Bangladeschs Währungsreserven bewegen sich auf einem historischen Rekordniveau. Sie reichen aus, um fünf Monatsimporte zu finanzieren, und mehr als zweimal die kurzfristigen Schulden zu begleichen. Diese gute Liquiditätsposition ist ein Ergebnis sinkender Importzuwächse in Verbindung mit steigenden Exporten und ausländischen Direktinvestitionen. Die Lage im Bankensektor stellt sich weniger rosig dar: Die politische Instabilität und die schwächere Konjunktur haben den Sektor geschwächt. Insbesondere die vier Staatsbanken (sie vereinen ein Viertel des gesamten Bankvermögens auf sich) verbuchen ein hohes Niveau an notleidenden Krediten, Tendenz steigend. Dies ist auf Fehlverhalten und die Nichtachtung der Kreditgesetze zurückzuführen. Eine teilweise Rekapitalisierung der Staatsbanken ist – unter der Voraussetzung, dass diese ihre Unternehmensführung verbessern – geplant.

Die größte Errungenschaft Bangladeschs sind die Fortschritte hinsichtlich der Lebensumstände der Menschen (Human Development). Eine Reihe von Indikatoren wie Alphabetisierung, Kindersterblichkeit und Lebenserwartung haben sich kontinuierlich verbessert. Hauptgründe hierfür sind die bessere Position der Frauen durch die Beschäftigung im Textilsektor, das weitverbreitete Angebot an Mikrokrediten für Kleinstunternehmen und der Transfer von Einkommen in ländliche Gebiete von den im Ausland arbeitenden Bangladeschern. Hinsichtlich Gesundheit und Bildung entwickelt sich Bangladesch zurzeit besser als sein Nachbarland Indien, was zu einer Verbesserung des wirtschaftlichen Potentials beiträgt.

Armut, Klimawandel und mangelhafte Infrastruktur sind wichtigste Entwicklungshemmnisse

Die Überwindung der Armut ist eine der drei großen Herausforderungen für Bangladesch. Obwohl die Armut in den vergangenen zehn Jahren etwas verringert werden konnte, ist sie immer noch weit verbreitet im gesamten dichtbesiedelten Land (157 Millionen Menschen). Das Pro-Kopf-Einkommen ist mit 850 USD eines der niedrigsten in Asien. Die Regierung ist gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die starken Preissteigerungen für Nahrungsmittel einzudämmen. Sie muss vor allem auch im Vergleich zu anderen schnell wachsenden Ländern der Region für ein höheres Wachstum sorgen und dafür, dass dieses einer breiteren Bevölkerungsschicht zugutekommt, um die steigenden Einkommensunterschiede zu bekämpfen.

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Eine weitere Bedrohung stellt der globale Klimawandel (vor allem der Anstieg des Meeresspiegels) dar. Wetterkatastrophen wie tropische Stürme und Überschwemmungen könnten schwerer ausfallen und häufiger auftreten, und Wirtschaft und Gesellschaft zusätzlich belasten. Eine dritte Herausforderung ist die schwach ausgebaute Infrastruktur – dies trifft auf die gesamte Region Südasien zu. Schlechte Verkehrsverbindungen und häufige Stromausfälle behindern die wirtschaftliche Aktivität und erschweren Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung. Derzeit sind größere, über mehrere Jahre angelegte (staatliche und private) Investitionsprojekte geplant. Doch noch sorgen die mangelhafte Infrastruktur, die überbordende Bürokratie und die verbreitete Korruption für ein schwieriges Geschäftsumfeld. Hinsichtlich Korruption ist Bangladesch Spitzenreiter in Asien – das Land nimmt Platz 136 von 177 Ländern auf der Rangliste von Transparency International ein. Trotz dieser widrigen Umstände bewertet Credimundi das systemische Geschäftsrisiko mit B, was auf die guten wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen zurückzuführen ist, von denen die Unternehmen profitieren.

Länderrisikoanalyst: The Risk Management Team, r.cecchi@credendogroup.com